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Artikel zur Kategorie: 2014


Zweimal Gold bei der Chorweltmeisterschaft in Riga


Thema: Presseberichte

DelicaTon Freigericht erreicht höchste deutsche Männerchorwertung seit Wettbewerbsbeginn

Der Freigerichter Auswahlchor DelicaTon ist als einer von 419 Chören aus 75 Nationen bei den Chorweltmeisterschaften' in Riga (Lettland) an den Start gegangen. Einerseits trat das Ensemble in der Männerkammerchorklasse an, andererseits zusammen mit dem lettischen Chor „Anima Solla“ in der „Musica Sacra“ für gemischte Chöre. Für diesen Start hatten sich die Freigerichter unter der Leitung von Matthias Schmitt die Genehmigung des Ausrichters eingeholt. Unter dem Namen „Anima Delicata“ gab es grünes Licht für eine Teilnahme. Lohn der Kooperation: eine Goldmedaille und ein vierter Rang.

Teile der Vortragsliteratur hatten „DelicaTon“ und „Anima Solla“ vor einigen Wochen im Gelnhäuser Kreisforum in einem Konzert für die heimischen Anhänger gesungen und dies als eine Art gemeinsame Generalprobe für Riga angesehen. Nach der Ankunft in Riga hieß es, die Zeit zu nutzen, letzte Feinheiten für den gemeinsamen Auftritt zu bearbeiten und die Stimme auf die Wettbewerbe vorzubereiten. Aber die Gelegenheit wurde besonders auch von den mitreisenden Fans genutzt, um die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besichtigen.

Die volle Konzentration der Sänger galt jedoch dem ersten Auftritt am Donnerstag in der Kategorie „Musica Sacra“, den DelicaTon zusammen mit Anima Solla aus Lettland zu bestreiten hatte. Für „Anima Delicata" galt es, unmittelbar gegen 36 Chöre zu bestehen. Neben dem „Cantate Domino" von Hans Leo Hassler und dem „Abendlied“ von Joseph Rheinberger präsentierte „Anima Delicata“ noch das ebenso wunderbare wie mit Schwierigkeiten gespickte Chorwerk „Ich bin das Brot des Lebens“ von Wolfram Buchenberg und das eigens für diesen Auftritt von Ugis Prauins komponierte „Adsit Virtus Spiritus Sancti“.

Mit minutenlangem Beifall wurde dem Chor Anerkennung für eine große Leistung, wie sich herausstellen sollte, gezollt. 91,88 Punkte bedeuteten nicht nur großen Jubel im Lager der beiden Chöre, eine Goldmedaille und den vierten Rang unter insgesamt über 50 Chören, sondern auch einen erheblichen Prestigegewinn, denn niemals zuvor waren beide Chöre als gemischte Formation aufgetreten. Der jüngst in Neuses gastierende Universitätschor der North-West-University aus Potchefstroom [Südafrika] kam auf 87,65 Punkte, was die Leistung von „Anima Delicata“ noch einmal aufwertete.

Dies wiederum beflügelte die Freigerichter derart, dass sie am Freitag in der Kategorie Männerkammerchöre eine weitere, absolute Topleistung abzurufen imstande waren und eine unglaubliche Wertung von 94,15 Punkten (Gold) erreichten. Damit kamen sie auf eine Punktzahl, die nie zuvor von einem deutschen Männerchor bei diesem Wettbewerb erreicht worden war. Seit der ersten, damals in Linz noch als Chorolympiade laufenden Veranstaltung, waren insgesamt knapp 100 Chöre aus Deutschland am Start. DelicaTon behauptete sich hierbei gegen Chöre aus Russland, China, Lettland und Indonesien. Ein bis zum Meldeschluss nicht gemeldeter Chor aus Rumänien, der im Programmablauf nicht vorgesehen war, kam allerdings auf 94,75 Punkte und entriss den Kategoriesieg noch knapp. Dennoch ließen sich die Freigerichter ihre gute Stimmung nicht verderben. Mit den Erfolgen in Riga setzt der Freigerichter Auswahlchor DelicaTon seine Serie auf internationalem Parkett fort. Das Abschneiden feierten die Sänger gebührend in Riga, auf dem Rückflug und in der Gaststätte

„Zum Schlabberlatz“‚ in Bernbach. Dirigent Schmitt zog ein überaus positives Fazit: „Es war ein außergewöhnliches Ereignis. Ich bin stolz auf meine Sänger, die sich als gemischter Chor und als Männerchor auf internationalem Top-Niveau präsentiert haben. Wir hatten eine tolle Moral und einfach viel Freude an der Musik. Dass wir mit Anima Delicata in nur fünf gemeinsamen Proben zu einem solchen Klangkörper zusammen gefunden haben und wir viele gestandene Ensembles hinter uns lassen konnten, erfüllt mich mit Stolz und zeigt, wie konzentriert und menschlich wir auch über alle Sprachbarrieren hinweg gearbeitet haben.“ Schmitt dankte Volker Bernhart für die Einsing- und Einhörübungen, die enorm viel dazu beigetragen hatten, dass sich DelicaTon so gut vorbereitet hatte.

Bericht aus dem Gelnhäuser Tageblatt



Herzerwärmend und brillant


Thema: Presseberichte KONZERT Ergebnis eines gemeinsamen Probewochenendes: DelicaTon und Anima Solla treten gemeinsam im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen auf

GELNHAUSEN - (van). Ganz nach dem Motto „Morgenstund’ hat Gold im Mund“ präsentierte am Sonntagmorgen der Männerchor DelicaTon in Zusammenarbeit mit dem befreundeten lettischen Frauenchor Anima Solla in einem Konzert der Extraklasse die Ergebnisse eines intensiven Probewochenendes. Anlass dafür war der bevorstehende Chorwettbewerb „World Choir Games“ vom 9. bis 19. Juli in Riga, der größte Chorwettbewerb der Welt, an dem die beiden Chöre jeweils einzeln gemeldet sind. Erstmals werden die beiden Chöre aber auch gemeinsam als gemischter Chor „Anima Delicata“ in Riga auftreten.

2010 hatten die lettischen Damen beim „Hart of Europe Wettbewerb“ gewonnen, worauf 2012 auf Einladung des Männerchores ein gemeinsames Konzert entstand. Der Beginn einer Freundschaft. Für den Freigerichter Chor hätte es nahegelegen, bei der Ausarbeitung der Idee für die „World Choir Games“ Anima Solla zu diesem gemeinsamen Projekt zu fragen, erfuhren die Zuhörer.

Vor dem schönen Panorama des Kinzigtals präsentierten die Chöre im Main-Kinzig-Forum ihr Können und gaben ein Konzert auf höchstem Niveau. Als klassischer Chor präsentierte Anima Delicata mit dem „Cantate Domino“ von Hans Leo Hassler und mit „Das Brot des Lebens“ von Wolfram Buchenberg seine ersten Stücke. Gesungen als Einheit, garantierte Klangbrillanz in jeder einzelnen Stimmlage. Die Frauen zogen die Blicke in langen schwarzen Röcken und die Herren im Anzug auf sich. Wer hätte gedacht, dass es sich um zwei Chöre handelt?! Nach zwei gemeinsamen Darbietungen präsentierten erst die Männer zwei ihrer Stücke aus dem eigenen Programm. „Dulaman“ von Michael McGlynn überzeugte gesungen mit einem glänzenden Solo die Zuhörerschaft. Kraft und Gefühl kommen in diesem Stück zum Ausdruck. Stabil und seriös standen die Herren aufgestellt in einer Doppelreihe vor dem Publikum und befolgten die Anweisungen ihres Dirigenten Matthias Schmitt. Weniger klassisch präsentieren sich die Damen. Sie haben als kleinere Gruppe keinen Dirigenten, gaben sich mit kleinen Stimmgäbelchen selbst den Ton an und bewegten sich frei auf der Bühne. Anima Solla überzeugte in jedem einzelnen Stück durch eine faszinierende Stimmvarianz. Volumen und Power in den tieferen, Klarheit und Durchdringungskraft in den hohen Lagen. Zusammen mit Choreografien passend zum Stück, strahlenden Augen und lachenden Gesichtern sprühten sie geradezu vor Lebensfreude. Eingefangen wurde das lettische Temperament wieder durch zwei ruhigere, getragene, aber deswegen nicht weniger imposante, Stücke der Männer. Das Konzert rundet dann nochmals ein gemeinsamer Beitrag beider Chöre ab. Beim „Adsit Virtus Spiritus Sancti“ konnte das Publikum nur die Augen schließen und jeden einzelnen Ton bis zum Ende in sich aufnehmen. „Öffne mein Herz“, lautete der Titel des Konzerts. Am Ende waren alle Herzen offen und die Zuhörer bereit, vor Freude lächelnd das Forum zu verlassen und den Tag zu beginnen.


Bild und Artikel aus dem Gelnhäuser Tageblatt vom 27.05.2014



 

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