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Herzerwärmend und brillant


Thema: Presseberichte KONZERT Ergebnis eines gemeinsamen Probewochenendes: DelicaTon und Anima Solla treten gemeinsam im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen auf

GELNHAUSEN - (van). Ganz nach dem Motto „Morgenstund’ hat Gold im Mund“ präsentierte am Sonntagmorgen der Männerchor DelicaTon in Zusammenarbeit mit dem befreundeten lettischen Frauenchor Anima Solla in einem Konzert der Extraklasse die Ergebnisse eines intensiven Probewochenendes. Anlass dafür war der bevorstehende Chorwettbewerb „World Choir Games“ vom 9. bis 19. Juli in Riga, der größte Chorwettbewerb der Welt, an dem die beiden Chöre jeweils einzeln gemeldet sind. Erstmals werden die beiden Chöre aber auch gemeinsam als gemischter Chor „Anima Delicata“ in Riga auftreten.

2010 hatten die lettischen Damen beim „Hart of Europe Wettbewerb“ gewonnen, worauf 2012 auf Einladung des Männerchores ein gemeinsames Konzert entstand. Der Beginn einer Freundschaft. Für den Freigerichter Chor hätte es nahegelegen, bei der Ausarbeitung der Idee für die „World Choir Games“ Anima Solla zu diesem gemeinsamen Projekt zu fragen, erfuhren die Zuhörer.

Vor dem schönen Panorama des Kinzigtals präsentierten die Chöre im Main-Kinzig-Forum ihr Können und gaben ein Konzert auf höchstem Niveau. Als klassischer Chor präsentierte Anima Delicata mit dem „Cantate Domino“ von Hans Leo Hassler und mit „Das Brot des Lebens“ von Wolfram Buchenberg seine ersten Stücke. Gesungen als Einheit, garantierte Klangbrillanz in jeder einzelnen Stimmlage. Die Frauen zogen die Blicke in langen schwarzen Röcken und die Herren im Anzug auf sich. Wer hätte gedacht, dass es sich um zwei Chöre handelt?! Nach zwei gemeinsamen Darbietungen präsentierten erst die Männer zwei ihrer Stücke aus dem eigenen Programm. „Dulaman“ von Michael McGlynn überzeugte gesungen mit einem glänzenden Solo die Zuhörerschaft. Kraft und Gefühl kommen in diesem Stück zum Ausdruck. Stabil und seriös standen die Herren aufgestellt in einer Doppelreihe vor dem Publikum und befolgten die Anweisungen ihres Dirigenten Matthias Schmitt. Weniger klassisch präsentieren sich die Damen. Sie haben als kleinere Gruppe keinen Dirigenten, gaben sich mit kleinen Stimmgäbelchen selbst den Ton an und bewegten sich frei auf der Bühne. Anima Solla überzeugte in jedem einzelnen Stück durch eine faszinierende Stimmvarianz. Volumen und Power in den tieferen, Klarheit und Durchdringungskraft in den hohen Lagen. Zusammen mit Choreografien passend zum Stück, strahlenden Augen und lachenden Gesichtern sprühten sie geradezu vor Lebensfreude. Eingefangen wurde das lettische Temperament wieder durch zwei ruhigere, getragene, aber deswegen nicht weniger imposante, Stücke der Männer. Das Konzert rundet dann nochmals ein gemeinsamer Beitrag beider Chöre ab. Beim „Adsit Virtus Spiritus Sancti“ konnte das Publikum nur die Augen schließen und jeden einzelnen Ton bis zum Ende in sich aufnehmen. „Öffne mein Herz“, lautete der Titel des Konzerts. Am Ende waren alle Herzen offen und die Zuhörer bereit, vor Freude lächelnd das Forum zu verlassen und den Tag zu beginnen.


Bild und Artikel aus dem Gelnhäuser Tageblatt vom 27.05.2014



Wandelbare Klangräume


Thema: aktuelle News

Vom Garten bis zum Salon: DeIicaTon begeistert in teilsanierter Weißer Villa mit Stücken auf höchstem Niveau

GELNHAUSEN. Im Rahmen der derzeitigen Ausstellung in der Weißen Villa - erbaut vor genau 150 Jahren - hatte sich die Organisatorin Dr. Kristina Michaelis einen absoluten Höhepunkt ausgedacht - und das gleich doppelt: Der von Matthias Schmitt geleitete Chor DelicaTon präsentierte sich mit zwei Wandelkonzeıten in der teilsanierten Villa mit Werken verschiedener Komponisten und Epochen, den Bogen spannend vom 16. Jahrhundert bis zu zeitgenössischen Kompositionen.

DelicaTon wurde 2012 ausgezeichnet als „Best Choir of the World“ und ist ein Klangkörper von außergewöhnlicher musikalischer Qualität. Der Abend wurde moderiert von Dr. Ralph Philipp Ziegler, dem Leiter der Neuen Philharmonie Franfurt und Kulturdezement der Stadt Offenbach. Sehr charmant und kenntnisreich verknüpfte er die musikalischen Darbietungen mit der Historie des Gebäudes und seiner Erbauer, der Familien Becker und Schöffer. Das Konzert begann vor dem Haupteingang der Villa mit zwei Werken aus der Romantik: von Schumann mit einer Heine Vertonung, „Die Minnesänger“ und „Abendruh" von Moritz Hauptmann. Danach begaben sich Chor und Publikum in den Eingangsbereich der Villa. Hier intonierte der Chor ein zeitgenössisches Werk mit madrigalem Einschlag: das „Magnum Mysterium“ von Morton Lauridsen in einer atemberaubenden Interpretation. Von hier ging es über die breit geschwungene Treppe zu den Räumlichkeiten im Obergeschoss, in den großen Saal. Hier erinnerte der Moderator, dass die Erbauerfamilien nicht nur Kaufleute und Mäzene waren, sondern auch Kosmopolitıen. Dementsprechend begab sich der Chor dann auf einen Abstecher in die USA, mit zwei wunderbaren Interpretationen mit Volksliedcharakter, nämlich „O Shenondoah“ und „You walk alone a lonesome Road“. Zuvor jedoch wurde ein Auftragswerk für DelicaTon zu Gehör gebracht mit dem Namen „Orpheus“. Einleitend las ein Ensemblemitglied zur Einstimmung aus „Orpheus und Euridike“. Es folgte das bekannte „Oh du schöner Rosengarten“, bevor der Chor Gelegenheit hatte, sein komödiantisches Talent mit zwei Werken von Mendelssohn-Bartholdy und den „Speisekarten-Auszügen“ von Carl Zöllner unter Beweis zu stellen. Wahrend es bei Mendelssohn-Bartholdy um Wein und Liebe ging, wurden bei Zöllner profanes Fleisch und Gemüse vertont, wobei ein Stück sich speziell mit dem Lauch beschäftigte. Das Publikum bedachte diesen Teil des Konzerts mit großem Gelächter und Beifall.
Es schloss sich eine kleine Pause an, die Besucher konnten sich mit Kanapees und einem Glas Wein erfrischen. Der letzte Teil des Wandelkonzerts fand dann im Garten vor dem Ostflügel der Villa statt. Der Chor hatte sich auf einen Balkon begeben, die Besucher standen im Garten, das Ganze lediglich mit Kerzen illuminiert. Es waren noch zwei Stücke aus der Romantik zu hören, der „Abendfrieden“ von Schubert und „Schönster Abendstern“, beides vom Chor mit großer Zartheit und Gefühl interpretiert. Großer Beifall und Bravo- Rufe der Zuhörer sowie der vielfach geäußerte Wunsch des Publikums nach einer Zugabe ließen den Abend dann ausklingen.
Die sanierten Räume der Villa gaben einen wunderbaren, stilvollen Rahmen für das Konzert mit dem Ausnahmechor DelicaTon. Der von Matthias Schmitt geleitete Chor repräsentiert höchste Klangqualität. Er setzt sich aus den begabtesten Sängem der Region zusammen und ist mit seinen internationalen Ambitionen vielfach im ln- und Ausland ausgezeichnet worden. Dass dies zu Recht geschah, davon konnten sich die Zuhörer des Konzerts an diesem Abend überzeugen. Ein Gespräch mit Dr. Kristina Michaelis ergab, dass man sich durchaus vorstellen kann, in der Villa im kleinen aber feinen Rahmen künftig Kammerkonzerte aufzuführen. Sicherlich wird dies aber letztlich vom Eigentümer der Villa, Volker Hohmann, und seinen künftigen Plänen im Bezug auf das Gebäude abhängen. Dies wäre auf alle Fälle eine Bereicherung des kulturellen Lebens in Gelnhausen.


Artikel aus dem Gelnhäuser Tageblatt vom 22.10.2013



Musik und Geschichte verbunden


Thema: aktuelle News Gelnhausen (mk). Begleitend zur Ausstellung „Die Gelnhäuser Großbürgerfamilien Becker und Schöffer - Kaufleute, Kosmopoliten und Kunstmäzene" konzertierte der Freigerichter Männerkammerchor DelicaTon in der Weißen Villa. Bei dem sogenannten Wandelkonzert sang das 24-köpfige Ensemble an verschiedenen Stellen im und am Gebäude und schlug mit seiner musikalischen Auswahl inhaltliche Brücken zur Geschichte des neoklassizistischen Bauwerks und seiner früheren Bewohner.

Der Männerkammerchor unter der Leitung von Dirigent Matthias Schmitt präsentierte während der gut zweistündigen Veranstaltung eine stimmungsvolle musikalische Auswahl, die klassische Chorliteratur aus dem 19, Jahrhundert, zeitgenössische Werke sowie einige Gesangsstücke aus der Renaissance umfasste.
Moderiert wurde das Konzert von Ralph Philipp Ziegler, Kulturamtschef der Stadt Offenbach und künstlerischer Leiter der Neuen Philharmonie Frankfurt, der an den vier Stationen jeweils in kurzen, aber aufschlussreichen Einlassungen einzelne Aspekte der Geschichte des Hauses sowie Gepflogenheiten seiner bürgerlichen Bewohner aufgriff und sie in Beziehung zu den nachfolgenden Liedbeiträgen stellte.

Zu Beginn erklärte er, dass die Idee zu dem Konzert dadurch entstanden sei, dass er sich daran erinnert habe, dass Musik immer einen wesentlichen Teil der bürgerlichen Hauskultur ausgemacht habe. „Zu früheren Zeiten war es nicht unüblich, dass man mit bis zu vier Stimmen gemeinsam gesungen hat", erklärte Ziegler den zahlreich erschienenen Gästen. Zudem sei die Weiße Villa in akustischer Hinsicht schlichtweg sehr spannend - was ihm bereits aufgefallen sei, als er bei einem seiner ersten Besuche pfeifend durch die Räume gegangen sei. Für das Wandelkonzert habe man vier ganz besonders klangvolle Stellen ausgewählt, nämlich den Säulenvorbau am Haupteingang, den dahinterliegenden Treppenaufgang im Erdgeschoss, den oberen Saal sowie den Bereich des Wasserspiels im östlichen Garten. Die ausgewählte Musik schaffe inhaltliche Zusammenhänge, indem sie entweder aus der Erbauungszeit der Weißen Villa stamme oder aber indem sie einen der Begriffe Traum. Ferne, Wandel und Heimat behandele, die thematische Pole der Ausstellung bildeten und in diesem Zusammenhang auch an den Frontfassaden der Seitenschiffe des Gebäudes angeschlagen seien.

An der ersten Station vor dem Haupteingang der Villa eröffnete der Männerchor, der sich in Sachen lntonation, Textartikulation und klanglicher Sauberkeit und Reife hervorragend präsentierte mit zwei klassischen Stücken aus dem 19. Iahrhundert von Moritz Hauptmann und Robert Schumann. Auch im Treppenaufgang erklang mit Hinweis auf die weihnachtlichen Traditionen, die früher im Haus gepflegt worden seien, ein klassisches Werk, ehe der Hauptteil des Konzertes mit dem größten Umfang an Liedgut im oberen Saal stattfand. Hier hatte man sich unter anderem die früheren Tischgepflogenheiten zum inhaltlichen Ankerpunkt gewählt und intonierte Stücke wie etwa „Liebe und Wein" oder „Der Speisezettel“.
Das Konzert fand seinen Abschluss ím östlichen Garten mit den beiden Werken „Abendfrieden” und „Schönster Abendstern”. Das Wandelkonzert war eine mehr als gelungene Idee. Es macht schlichtweg Vergnügen ein Konzert ohne die übliche räumliche Trennung zwischen Bühne und Zuschauerraum zu erleben, was eine recht intime Atmosphäre beschwor. Zudem war es spannend, die Räumlichkeiten des ehrwürdigen Gebäudes und die ihnen eigenen akustischen Charakteristika zu erleben - wenn man so will ein völlig neuer Zugang zur Architektur des Bauwerkes.

Artikel aus der GNZ vom 22.10.2013




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