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Männermusik und Geisterklang


Thema: Presseberichte

Da röhrt der Hirsch! Der Männerkammerchor DelicaTon Freigericht (Ltg. Matthias Schmitt) bereitet sich derzeit intensiv auf zwei außergewöhnliche Konzertprojekte vor. Zusammen mit der Neuen Philharmonie Frankfurt werden die 25 Sänger aus dem Main-Kinzig-Kreis im Capitol Offenbach und Congress Park Hanau auftreten.

Zunächst wird am 22. März eines der witzigsten und gleichzeitig romantischsten Programme der „Capitol Classic Lounge“ gegeben. Hier geht es um den Mann als Archetyp und Musiker: - "MännerMusik" titelt das Konzertprogramm, das Filmmusik, Männerchöre, Carmina Burana, Richard Wagner, Robbie-Williams-Sound und Naturhommagen in einem Programm vereint. Den Hauptpart hat freilich das symphonische Orchester der neuen Philharmonie Frankfurt inne. DelicaTon ergänzt das Konzert mit weihevollen Gesangsbeiträgen und auch anzüglicher MännerMusik wie "Lauch" von "Basta". Natürlich kommt im Programm das Testosteron nicht zu kurz. Für DelicaTon heißt das, es geht tief in die Niederungen des oratorisch veredelten Alkoholkonsums, und zwar mit zwei Prachtstücken aus Carl Orffs "Carmina Burana", dem "Ego sum Abbas" und dem großen Trinkchor "In Taberna quando sumus". Widmet sich der erste Teil eher heiteren Blicken auf die Vorlieben des Mannes, so wird es im zweiten Teil ernsthafter. Zu erleben ist die Uraufführung einer ob ihrer technischen Schwierigkeiten seit vielen Jahrzehnten brach liegenden Kantate über das Volkslied "Im schönsten Wiesengrunde" des Spätromantikers Albert Jung. Schwelgerisch tritt DelicaTon in diesem Stück gemeinsam mit dem Kammerchor der Marienschule Offenbach auf und wird von den sensiblen Streichern des Orchesters in Szene gesetzt.

Eine Woche später gastieren die Sänger dann im Congress Park Hanau. Hier werden sie zwei Klassiker der Männerchorliteratur aufführen: Franz Schuberts Komposition „Gesang der Geister über den Wassern“ für achtstimmigen Männerchor und tiefe Streichinstrumente und Felix Mendelssohn Bartholdys Chorlied „Der Jäger Abschied“. In beiden Konzerten steht DelicaTon unter dem Dirigat des Philharmonie-Dirigenten Steven-Lloyd Gonzales.

„Wir freuen uns sehr über die Einladung der Neuen Philharmonie Frankfurt und waren schon in der Einstudierungsphase von der Literatur begeistert. Besonders die Uraufführung der Komposition von Albert Jung liegt uns sehr am Herzen. Es ist zudem für uns eine tolle Möglichkeit, in zwei vorzüglichen Konzertsälen aufzutreten und mit hervorragenden Musikern zusammen Musik aufzuführen, die unter die Haut geht“, freut sich Chorleiter Matthias Schmitt.

Weitere Informationen zu den Konzerten können Sie unter www.neuephilharmoniefrankfurt.de

abrufen.

Restkarten für beide Veranstaltungen erhalten Sie in allen Ticket-Centern der Region.



Zweimal Gold bei der Chorweltmeisterschaft in Riga


Thema: Presseberichte

DelicaTon Freigericht erreicht höchste deutsche Männerchorwertung seit Wettbewerbsbeginn

Der Freigerichter Auswahlchor DelicaTon ist als einer von 419 Chören aus 75 Nationen bei den Chorweltmeisterschaften' in Riga (Lettland) an den Start gegangen. Einerseits trat das Ensemble in der Männerkammerchorklasse an, andererseits zusammen mit dem lettischen Chor „Anima Solla“ in der „Musica Sacra“ für gemischte Chöre. Für diesen Start hatten sich die Freigerichter unter der Leitung von Matthias Schmitt die Genehmigung des Ausrichters eingeholt. Unter dem Namen „Anima Delicata“ gab es grünes Licht für eine Teilnahme. Lohn der Kooperation: eine Goldmedaille und ein vierter Rang.

Teile der Vortragsliteratur hatten „DelicaTon“ und „Anima Solla“ vor einigen Wochen im Gelnhäuser Kreisforum in einem Konzert für die heimischen Anhänger gesungen und dies als eine Art gemeinsame Generalprobe für Riga angesehen. Nach der Ankunft in Riga hieß es, die Zeit zu nutzen, letzte Feinheiten für den gemeinsamen Auftritt zu bearbeiten und die Stimme auf die Wettbewerbe vorzubereiten. Aber die Gelegenheit wurde besonders auch von den mitreisenden Fans genutzt, um die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besichtigen.

Die volle Konzentration der Sänger galt jedoch dem ersten Auftritt am Donnerstag in der Kategorie „Musica Sacra“, den DelicaTon zusammen mit Anima Solla aus Lettland zu bestreiten hatte. Für „Anima Delicata" galt es, unmittelbar gegen 36 Chöre zu bestehen. Neben dem „Cantate Domino" von Hans Leo Hassler und dem „Abendlied“ von Joseph Rheinberger präsentierte „Anima Delicata“ noch das ebenso wunderbare wie mit Schwierigkeiten gespickte Chorwerk „Ich bin das Brot des Lebens“ von Wolfram Buchenberg und das eigens für diesen Auftritt von Ugis Prauins komponierte „Adsit Virtus Spiritus Sancti“.

Mit minutenlangem Beifall wurde dem Chor Anerkennung für eine große Leistung, wie sich herausstellen sollte, gezollt. 91,88 Punkte bedeuteten nicht nur großen Jubel im Lager der beiden Chöre, eine Goldmedaille und den vierten Rang unter insgesamt über 50 Chören, sondern auch einen erheblichen Prestigegewinn, denn niemals zuvor waren beide Chöre als gemischte Formation aufgetreten. Der jüngst in Neuses gastierende Universitätschor der North-West-University aus Potchefstroom [Südafrika] kam auf 87,65 Punkte, was die Leistung von „Anima Delicata“ noch einmal aufwertete.

Dies wiederum beflügelte die Freigerichter derart, dass sie am Freitag in der Kategorie Männerkammerchöre eine weitere, absolute Topleistung abzurufen imstande waren und eine unglaubliche Wertung von 94,15 Punkten (Gold) erreichten. Damit kamen sie auf eine Punktzahl, die nie zuvor von einem deutschen Männerchor bei diesem Wettbewerb erreicht worden war. Seit der ersten, damals in Linz noch als Chorolympiade laufenden Veranstaltung, waren insgesamt knapp 100 Chöre aus Deutschland am Start. DelicaTon behauptete sich hierbei gegen Chöre aus Russland, China, Lettland und Indonesien. Ein bis zum Meldeschluss nicht gemeldeter Chor aus Rumänien, der im Programmablauf nicht vorgesehen war, kam allerdings auf 94,75 Punkte und entriss den Kategoriesieg noch knapp. Dennoch ließen sich die Freigerichter ihre gute Stimmung nicht verderben. Mit den Erfolgen in Riga setzt der Freigerichter Auswahlchor DelicaTon seine Serie auf internationalem Parkett fort. Das Abschneiden feierten die Sänger gebührend in Riga, auf dem Rückflug und in der Gaststätte

„Zum Schlabberlatz“‚ in Bernbach. Dirigent Schmitt zog ein überaus positives Fazit: „Es war ein außergewöhnliches Ereignis. Ich bin stolz auf meine Sänger, die sich als gemischter Chor und als Männerchor auf internationalem Top-Niveau präsentiert haben. Wir hatten eine tolle Moral und einfach viel Freude an der Musik. Dass wir mit Anima Delicata in nur fünf gemeinsamen Proben zu einem solchen Klangkörper zusammen gefunden haben und wir viele gestandene Ensembles hinter uns lassen konnten, erfüllt mich mit Stolz und zeigt, wie konzentriert und menschlich wir auch über alle Sprachbarrieren hinweg gearbeitet haben.“ Schmitt dankte Volker Bernhart für die Einsing- und Einhörübungen, die enorm viel dazu beigetragen hatten, dass sich DelicaTon so gut vorbereitet hatte.

Bericht aus dem Gelnhäuser Tageblatt



Eine klangvolle Verbindung


Thema: aktuelle News

Delicaton und ,,Anima Solla“ verzaubern die Besucher im Main-Kinzig-Forum

 

Gelnhausen [hjh]. ,,Alte Liebe rostet nicht" - so konnte der erneute Besuch von ,,Anima Solla" überschrieben werden. Der lettische Frauenchor war 2010 beim ersten von Delicaton ausgerichteten Chorfestival in Gelnhausen am Start und ist seit dieser Zeit in der heimischen Chorszene zu einer bekannten Größe avanciert. Am Sonntag gab ,,Anima Solla“ zwei‘ Konzerte im Main- Kinzig-Forum, in denen der Chor seinen Rut als herausragendes Frauenensemble untermauerte.

 

Die Siegerinnen des ,,Grand Prix" beim 1. Heart of Europe werden bei den World Choir Games im Sommer in Riga zusammen mit Delicaton in der gemischten Chorklasse Musica Sacra als ,,Anima Delicata“ unter der Leitung von Matthias Schmitt [Delicaton] an den Start gehen. Beiderseits bestand großes Interesse, ein solches Völkerverbindendes Projekt zu wagen, und die Sondergenehmigung des Ausrichters war schnell eingeholt. Am vergangenen Wochenende waren die zehn jungen Frauen aus Lettland Gäste von Delicaton und probten die vorgesehene Literatur für Riga. Für die heimischen Chorfans gab es noch zwei Konzerte, die beide ausverkauit waren.

Schon beim ersten gemeinsamen Ton der gemischten Formation ,,Anima Delicata“ wurde deutlich, dass sich hier zwei Chöre gefunden haben, die bestens zusammen passen und innerhalb der eineinhalb Tage ein Riesenprogramm durchgearbeitet haben, Bei Proben nach der Ankunft am Freitag und ganztagig am Samstag wurden vier Werke einstudiert, die es in sich haben und die am Sonntag dann auch öffentlich prasentiert wurden. Den Auftakt machte das ,,Cantare Domino" von Hans Leo Hassler. Ihm folgte das fantastische Werk aus der Feder von Wolfram Buchenberg ,,Das Brot des Lebens“, bei der das Leistungsvermögen der beiden Formationen offenbar wurde. Klare Linien, tonrein und sicher präsentiert, vom Pianissimo bis hin zu Passagen, die in einem wunderbar aufeinander abgestimmten Mezzoforte an die Ohren der Zuhörer gelangten, war Feinstes zu hören. Wenn überhaupt, dann wäre der oft viel zu früh einsetzende Applaus der Besucher zu kritisieren, die natürlich ihrer Bewunderung Luft machen wollten, wobei ein etwas längerer Spannungsbogen sicherlich die Eindrücke der Stücke noch intensiviert und die wunderbaren Empfindungen verstärkt hatten.

Danach stellte Delicaton zwei Stucke, von Camille Saint-Saens ,,Saltarelle” und von Michael McGlynn ,,Dulaman", vor. ,,Gnadenlos gut“ dann der Auftritt von ,,Anima Solla“, die mit ihrer Sechser- Formation vier Werke vortrugen, die nahezu allesamt sechsstimmig gesungen wurden und bei denen nicht ein einziger Wackler oder eine einzige Unsicherheit zu verspüren waren. Ob bei Rihards Dubra ,,Hail, Holy Queen“ oder dem temperamentvollen und forschen ,,Riksiem, riksiem“ von Andrid Dzentis, die Zuhörer waren begeistert und angetan von den klaren und hellen Stimmen und so in ihren Bann gezogen, als stünden sie mitten im Chor. Dies galt eigentlich für alle Vortragswerke von ,,Anima Solla“, bei ,,Caracola“ von Alessandro Cadario oder auch dem ,,Rain Forest Song“ von Rihards Zalupe in besonderer Weise. Nicht enden wollender Beifall war der verdiente Lohn für die sechs Frauen, die wunderbare Klänge in den Saal im Forum gezaubert hatten.

Matthias Schmitt dann noch das von ihm arrangierte ,,Walk Down That Lonesome Road" und Mathieu Neu- manns ,,Abschied“ mit seinen 'Mannen aufgelegt, ehe der herausragende Schlusspunkt folgte. Nach dem ,,Abendlied" des Romantikers Joseph Gabriel Rheinberger als absoluten Hohepunkt wurden die Zuhörer unmittelbar am Schluss des bombastischen Werkes zu stehenden Ovationen hingerissen. Die Besucher, die nach den ersten Tönen schon ihr Herz öffneten, werden jedenfalls das Gehörte in demselben bewahren.

Bild und Text aus der GNZ vom 28.05.2014




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